Tauchurlaub auf Bali - tropische Farbenpracht

diving CANDIDASA
TAUCHPLÄTZE

Bali bietet eine nahezu unendliche Vielzahl an erstklassigen Tauchplätzen und eine einzigartige Vielfalt: Steilwände und sanft abfallende Sandflächen, Kalksteinklippen und schwarze, vulkanische Felsblöcke, geschützte Buchten und nährstoffreiche Strömungen, unberührte Korallenbänke und atemberaubende Wracks. Besondere Highlights sind natürlich die recht häufigen Sichtungen von Mantas, Haien und Mondfischen (Mola Mola – vor allem zwischen Juli und Oktober).

In den letzten Jahren kam der Begriff „Korallendreieck“ immer mehr auf, das sich zwischen den Philippinen im Norden, Papua Neuguinea und den Salomonen im Osten sowie Thailand und Sumatra im Westen befindet. Bali liegt demnach mitten in diesem Gebiet und somit der Region mit der höchsten Biodiversität. Innerhalb des Korallendreiecks können alleine mehr als 500 Korallensorten gefunden werden – das ist in etwa siebenmal so viel wie in der gesamten Karibik. Dazu kommen rund 3000 Sorten Fisch und sechs der sieben Arten von Meeresschildkröten weltweit. Für Abwechslung ist also gesorgt.

Auf Bali ist für jeden der richtige Tauchspot dabei, egal ob Anfänger oder hartgesottener Profi. Für Unterwasserfotografen ist Bali ein Mekka, das mit seinen zahlreichen Plätzen für Muckdiving (also dem Suchen nach seltenen, meist sehr kleinen Unterwasserlebewesen wie Shrimps, Schnecken, Krebsen und anderen oft sehr gut getarnten und schwer zu entdeckenden Tierchen) ebenso begeistert wie mit den häufig anzutreffenden und äußerst fotogenen Fischschwärmen in allen Größen und Farben. Die erfahrenen Guides von diving CANDIDASA empfehlen euch gerne den besten Tauchplatz um jeden Tauchgang für euch zum Erlebnis zu machen.

Und auch wenn die meisten Tauchplätze Balis Strandtauchgänge sind, kommen auch Boots-Fans voll auf ihre Kosten.

Im Folgenden stellen wir euch einige unserer Lieblings-Spots vor – darunter sind sowohl Klassiker von Weltruf, als auch echte Geheimtipps. Dies ist nur eine winzig kleine Auswahl – die gesamte Liste unserer Tauchspots rund um Candidasa und Bali's Ostküste würde den Rahmen sprengen.

GILI MIMPANG (CANDIDASA)

Gili Mimpang besteht aus drei aus dem Wasser ragenden Felsen und wird von den Balinesen auch „Batu Tiga“ – drei Felsen – genannt. In Tiefen von 5 – 30+ m finden wir hier abfallende Sandflächen ebenso wie eine beeindruckend bewachsene Steilwand. Gili Mimpang ist ein sehr guter Spot um Haie zu sehen, vor allem Weißspitzen Riffhaie, aber auch andere, größere Arten wurden hier bereits gesichtet. Relativ häufig finden wir hier auch Teppichhaie (Wobbegong), gelegentlich auch den seltenen Korallen-Katzenhai. Durch die exponierte Lage und die regelmäßige Versorgung mit Nährstoffen wimmelt es um Gili Mimpang geradezu vor Leben, so dass auch Schildkröten, Teufelsrochen, Mantas, Tune und Makrelen, Muränen, Oktopoden, Fledermausfische häufig anzutreffen sind.  Auf der Strömungsseite kann man - sofern die Konditionen ein Vordringen überhaupt zulassen - eine wahre Fischsuppe erleben und bestaunen!
Während der Saison ist Gili Mimpang einer der besten Spots um die seltenen Mondfische (Mola Mola) zu beobachten - nur ca. 15 Bootsminuten von unserer Basis entfernt!
Gili Mimpang ist auch für Anfänger geeignet, sollte jedoch um Neu- und Vollmond eher von erfahrenen Tauchern betaucht werden. Auf der flachen, Bali zugewandten und daher recht geschützten Seite, eignet sich Gili Mimpang wunderbar zum Schnrocheln.

MIMPANG CORAL GARDEN (CANDIDASA)

MIMPANG CORAL GARDEN (CANDIDASA)

Die Ostseite von Gili Mimpang wird fast gar nicht betaucht – zu Unrecht, wie wir finden: Gesunde Korallen in abwechslungsreicher Topographie, von sanften Schrägen bis hin zu Wänden die weit tiefer reichen als 40 m. Häufig sehen wir einen Schwarm Barrakudas, der keine Scheu vor Tauchern hat und majestätisch in die Strömung schauen. Aber mit etwas Glück begegnen uns auch Riffhaie, Schildkröten oder jagende Thunfische. Und natürlich sind auch die „üblichen Verdächtigen“ wie Stachelmakrelen, Zackenbarsche, Kaiserfische, Grundeln und Drachenköpfe häufig anzutreffen.
In aller Regel ist dieser Tauchplatz für jedermann geeignet, bei bestimmten Umweltbedingungen sollten jedoch nur erfahren Taucher hier tauchen, da die Strömung schlagartig wechseln kann.

GILI TEPEKONG (CANDIDASA)

Dieser große Felsen vulkanischen Ursprungs liegt nur wenige Bootminuten von unserem Dive Center entfernt und bietet bestes Tauchen für Fortgeschrittene. Steilwände, sanft abfallende Korallen und medusenhaft wirkende Korallenblöcke, die in Tiefen zwischen 5 - 30+ m überall aus dem Grund zu wuchern scheinen. Dazu blutrote Gorgonien und Röhrenschwämme, riesige Lavablöcke unter denen sich Riffhaie aufhalten, ein Unterwassertunnel - und vieles mehr. Die starken Strömungen, die hier häufig auftreten und zum Teil unvorhersehbar sind, versorgen Gili Tepekong und die benachbarten Divespots Gili Mimpang und The Canyon mit Nährstoffen. Und das wiederrum lockt unzählige Fische an, von den kleinen bunten Riffbarschen und Kaiserfischen bis hin zu Thunfisch, Barrakuda, Süßlippen und Schnappern in teilweise gigantischen Schwärmen. Auch Schildkröten sind regelmäßig rund um Gili Tepekong zu finden - und in den Bäumen brüten mehrere Seeadler.
Während der Saison lassen sich auch die beeindruckenden Mondfische nahe Gili Tepekong putzen und dabei beobachten.
Auf Grund seiner Größe bietet Gili Tepekong gleich mehrere Tauchplätze – unsere erfahrenen Guides entscheiden jeweils vor Ort und abhängig von den Konditionen, wo sicher getaucht werden kann.

TEPEKONG TUNNEL (CANDIDASA)

TEPEKONG TUNNEL (CANDIDASA)

Gili Tepekong bietet mehr als nur einen Tauchspot – und der Tunnel ist sicher einer der Höhepunkte dabei. Zwischen einigen großen Korallenblocks befindet sich auf ca. 18 m der obere Eingang eines Tunnels, den man durchschwimmen kann. Das tiefere Ende, auf ca. 24 m, liegt an einer Wand die auf ca. 32 m in eine sandige Schräge übergeht. Während sich vor und im Tunnel gelegentlich Riffhaie befinden, liegen auf der sandigen Schräge am Ausgang manchmal große Marmor Rochen. Auf dem Riffdach südlich des Ausgangs stehen einige riesige Gorgonien, in denen sich mit etwas Glück Pygmäen-Seepferdchen lassen.
Aufgrund der Tiefe ist dieser Tauchplatz eher was für erfahrene Taucher und auch wenn der Tunnel groß genug ist um durchzutauchen, für Leute mit Platzangst ungeeignet. Der Guide entscheidet bei Ankunft, ob Strömung und Wellen diesen Tauchgang zulassen.

THE CANYON (CANDIDASA)

An der südwestlichen Ecke von Gili Tepekong liegt The Canyon, der bei ca. 25 Metern beginnt und bis auf 40 Meter und mehr abfällt und durch seine Topografie besticht. An diesem Divespot sehen wir sehr häufig Haie, vor allem Weißspitzen Riffhaie, aber auch Fledermausfische, Schulen von Doktorfischen, Süßlippen oder Büffelkopf-Papageifische. Im Blauwasser ziehen regelmäßig Stachelmakrelen oder auch Thunfische vorbei, in den flacheren Bereichen finden wir Drachenköpfe, Schaukelfische, Porzellankrebse und Schnecken. Da an diesem Tauchplatz mit Strömungen zu rechnen und die Tiefe auch ein Faktor ist, bleibt The Canyon erfahrenen Tauchern vorbehalten. 

GILI BIAHA – SHARK CAVE (CANDIDASA)

Diese kleine Felseninsel, genau zwischen Candidasa im Süden und Amed im Norden gelegen, ist unter Wasser nahezu komplett von gesundem Riff umgeben und bietet unterschiedliche Topografien zwischen 5 - 40+ m. Auf der Innenseite der L-förmigen Bucht liegt auf ca. 7 - 12 Metern Tiefe eine Höhle, in der nahezu immer schlafende Weißspitzen-Riffhaie, Langusten und Laternenfische anzutreffen sind. Entlang der teilweise senkrecht abfallenden Wände treffen wir immer wieder auf Schnapper, Süßlippen, Oktopoden, Schildkröten, Sepien und die verschiedensten Rifffische. Trotz all der illustren Lebensformen so ist doch der eigentliche Magnet, der Taucher aus aller Welt immer wieder an diesen Spot zieht, die rauhe und wilde Schönheit dieses Tauchplatzes. Durch die oft starke Brandung ist dieser Platz eher etwas für fortgeschrittene Taucher und kann nicht immer angefahren werden.

BIAHA SLOPE (CANDIDASA)

Während die Innenseite von Gili Biaha beinahe ausschließlich aus Steilwänden besteht, finden wir auf der Nordseite eher eine Schräge mit Korallenblöcken, kleinen Höhlen und Spalten sowie teilweise riesigen Fächerkorallen, die sich bis auf weit unter 40 m hinziehen. Bei Strömung aus Süden tauchen wir hier im Strömungsschatten. Kommt die Strömung dagegen aus dem Norden, teilt sie sich vor Gili Biaha, so dass man in aller Regel sicher tauchen kann – dann mit unzähligen Meeresbewohnern: Riffhaie patrouillieren nahe am Riff, Wimpelfische, Rotzahndrücker, Füsiliere, Fledermausfische und andere warten in der Strömung auf Nahrung während Tunfische, Makrelen und Barrakudas sich nach unaufmerksamen Opfern umschauen. Am Riff selber lauern Drachenköpfe, Kraken, Fangschreckenkrebse, Geistermuränen und andere auf ihre Chance. Ein beeindruckendes Spektakel.

THE JETTY (PADANG BAI / CANDIDASA)

Eine unglückliche Fehlentscheidung des Tourismus hat uns Tauchern einen wahren Schatz geschenkt. Diese Pier war ursprünglich gebaut worden um darüber den Fährverkehr nach Lombok abzuwickeln sowie auch Kreuzfahrtschiffe anzulocken. Fehlende Tiefe ließen dieses Projekt aber nach Fertigstellung sprichwörtlich im Sand verlaufen. Und so steht diese wunderbare Pier nun da – und zwischen ihren Betonsäulen spielt sich in Tiefen von 3 – 16 m Unglaubliches ab. Tauchgänge, an denen wir hier bis zu 7 riesige Anglerfische sehen, sind keine Seltenheit! Und da auch die großen Anglerfische als kleine geboren werden, lassen auch diese sich finden. Zudem tummeln sich zahlreiche Fledermausfische ebenso zwischen den mit Korallen bewachsenen Säulen wie ganze Schwärme juveniler Makrelen und Barrakudas, Sardinen, Welse und anderer Fische. Nacktschnecken, Shrimp und Krabben in großer Zahl und Vielfalt, Oktopoden – darunter auch seltene Arten wie etwa Mimikry- und Kokos-Oktopus oder Wonderpus – Kalmare und Sepien. All dies hat sich innerhalb der wenigen Jahre seit Fertigstellung des Jetty’s hier eingefunden und zeigt sich mit etwas Glück dem geübten Auge. Auch andere exotische Arten wurden hier schon gesichtet, etwa Blauring-Oktopus, Pracht-Sepien, verschiedene Geisterpfeiffenfische, Sterngucker, Tentakel-Schluckspecht, Seepferdchen, ... Es ist ganz sicher einer der aufregendsten Tauchspots auf Bali, wenn man Muck-Diving, also die Suche nach eben diesen kleinen, seltenen Lebewesen genießt. Und passionierte Unterwasser-Fotografen kommen hier ganz bestimmt auf ihre Kosten!

BLUE LAGOON (PADANG BAI)

Nur ca. 15 Auto- bzw. Boots-Minuten von unserer Basis entfernt liegt die Blue Lagoon - einer der bekanntesten Tauchplätze Balis, ja vermutlich ganz Indonesiens. Auf den ersten Blick scheint der sanft auf maximal 22 Meter abfallende Grund nicht wirklich spannend. Erst durch genaueres Hinsehen offenbart er seine zahlreichen Schätze: Katzen-, Teppich- und Weißspitzen-Riffhaie sind hier ebenso häufig anzutreffen wie verschiedene Krabben und Krebse, Nacktschnecken oder Kopffüßer. Auch Schildkröten, Seepferdchen, Geistermuränen, Fledermausfische ... sind hier nahezu bei jedem Tauchgang zu sehen.
Durch seine geschützte Lage ist die Blue Lagoon auch für Neulinge bestens geeignet und auch nachts ein echtes Highlight. Zwei weitere Tauchplätze in unmittelbarer Nähe sind Tanjung Sari und Turtle Neck, so dass sich im Bereich Blue Lagoon mehrere Tauchgänge lohnen.

TURTLE NECK (PADANG BAI)

TURTLE NECK (PADANG BAI)

Am nördlichen Ende geht die Blue Lagoon in eine schöne Steilwand über, die sich von der Oberfläche bis auf ca. 30 m Tiefe zieht. Die Wand besteht aus Lavagestein mit zahlreichen kleinen Spalten und Höhlen, in denen sich Fangschreckenkrebse, Muränen, Mirakelbarsche, juvenile Fledermausfische finden lassen, während im Blauen neben Makrelen, Thunfischen und Füsilieren auch Haie vorbeiziehen können. Unzählige Federsterne und Anemonen an der Wand selbst, sowie Korallenblöcke und sandige Flächen an beiden Enden bieten auch viel Makro wie Schnecken, Orangutan-Krabben, verschiedene Garnelen und - mit etwas Glück - Seepferdchen.
Die Strömungen sind selten so stark, dass wir hier nicht tauchen können – und auch nachts hat die Wand ihre Reize.

TEMPLE / TANJUNG SARI (PADANG BAI)

TEMPLE / TANJUNG SARI (PADANG BAI)

Südlich der Blue Lagoon schließen sich gleich zwei weitere Spots an: Temple im direkten Anschluss und Tanjung Sari dahinter, an der Einfahrt in die Bucht von Padang Bai. Hier wechseln sich bis in Tiefen von ca. 30 m Felder von Geweihkorallen mit sandigen Schrägen und Korallenblöcken ab. Süsslippen, Zackenbarsche, Fledermausfische, Muränen, Riesen-Drücker wechseln sich mit Schildkröten, Riffhaien und Stachelmakrelen ab.
Vor allem der Tauchplatz Temple ist sehr einfach zu betauchen und nahezu immer machbar, auch als Nachttauchgang.

JEPUN (PADANG BAI)

JEPUN (PADANG BAI)

Zwischen dem Jetty und der Blue Lagoon gelegen befindet sich der Spot Jepun. In Tiefen von 5 - ca. 20 m sieht man bei diesem Strömungstauchgang vor allem Makro - aber davon jede Menge! Schaukelfische, Anglerfische, Seepferdchen, Schnecken aller Art, Geisterfpfeifenfische, Schnepfenmesserfische, Sepien, Orangutan-Krabben, Putzergarnelen, Geistermuränen, Kraken und vieles mehr verbergen sich im Sand und den Korallen. Hinzu kommen zahllose Rifffische, Schildkröten und - mit etwas Glück - Riffhaie. Auf ca. 18 m liegt zudem das Wrack eines Schnellboots, in dem sich unzählige Glasfische verstecken, zahlreiche künstliche Riffe bieten weitere interessante Eindrücke und Motive.
Der Tauchplatz Jepun eignet sich wunderbare für spannende Nachttauchgänge und bietet auch Schnorchlern tolle Erlebnisse.

CORAL GARDEN (TULAMBEN)

Ein flaches Riff mit Tiefen von 3 – 12 m am mittleren Strandabschnitt von Tulamben, das sich auch bestens für Nachttauchgänge eignet. Nicht nur die zahlreichen Tafelkorallen, Anemonen, Schwämme und Weichkorallen faszinieren Taucher, sondern auch die große Zahl an unterschiedlichen Fischarten. Sehr häufig begegnen uns etwa Geistermuränen, Sepien und Oktopoden. Aber auch verschiedene Shrimp- und Krebsarten, Angler- und Anemonenfische sowie Nacktschnecken und Geisterpfeiffenfische sind hier recht häufig anzutreffen. Büffelkopf-Papageifische und Schwarzspitzen-Riffhaie patrouillieren oft am Riff entlang und Riesenzackenbarsche lauern in Spalten auf Beute. Auch Schnorchler kommen am Coral Garden von Tulamben voll auf ihre Kosten!

WRACK DER USAT LIBERTY (TULAMBEN)

Am Morgen des 11. Januars 1942 wurde das 120 m lange US-Handelsschiff Liberty von einem japanischen Torpedo getroffen und von der Mannschaft anschließend auf den Sandstrand gefahren, um die Ladung zu retten. Als 1963 Bali’s heiliger Berg, der Vulkan Agung, ausbrach, rollte ein mit dem Ausbruch einhergehendes Erdbeben das Wrack ins Wasser. Dort liegt die USAT Liberty zwischen 3 - 30 m nahezu parallel zum Strand und lockt seither Taucher aus aller Welt an. Das Wrack ist über und über mit Anemonen, Gorgonien und Hartkorallen bewachsen. Dazu kommen Weichkorallen in allen Farben, die mit dem schwarzen Vulkansand an Tulamben’s Strand einen einzigartigen Kontrast bieten. Das Wrack selbst, jede Menge Fisch - mit etwas Glück sogar eine ganze Schule von Büffelkopf-Papageifischen - und das in aller Regel ruhige Wasser (Strömungen sind hier äusserst selten) machen das Liberty-Wrack zu einem bestens geeigneten Tauchgang für Anfänger ebenso wie Profis und bietet auch beste Bedingung für Nachttauchgänge. Das Wrack gilt als eines der Highlights für Taucher auf Bali, daher kann es - zumindest in der Hochsaison - recht belebt sein am Tauchspot. Wir versuchen dies zu umgehen, indem wir unsere Tagestouren hierher früher als sonst starten.

BATU KELEBIT (TULAMBEN)

Mit dem Jukung, dem traditionellen Fischerboot der Balinesen, geht es in ca. 15 Minuten von Tulamben zu unserem Tauchplatz Batu Kelebit – zwei vor der Küste liegenden Felsen. Folgt man dem leicht abfallenden Riff, erkennt man die dramatische Schönheit des Tauchspots: Drei mit wunderbaren Korallen, vielen Gorgonien und zum Teil gigantischen Schwämmen bedeckte, steil abfallende Rücken. Zwischen diesen Rücken ziehen sich auf ca. 25 – 40 m Sandflächen in die Tiefe. Stachelmakrelen treffen wir hier häufig in großen Schulen an und auf den Sandflächen sind Gobies und andere Grundbewohner zu beobachten. Planktonreiches (und gelegentlich etwas kälteres) Tiefenwasser lockt oft große Meeresbewohner an, so dass hier Sichtungen von Riffhaien, Schildkröten, Thunfischen, Barrakudas keine Seltenheit sind. Auch Mantas und – während der Saison – auch Mondfische (Mola Molas) finden sich hier gelegentlich ein.

SERAYA (TULAMBEN)

Auf den ersten Blick erscheint Seraya mit seinem schwarzen Vulkansand, der nur mit wenigen Korallen bewachsen ist, nicht viel zu bieten zu haben. Dennoch gilt Seraya als einer der spannendsten Tauchplätze Balis. Dies liegt an der unglaublichen Vielfalt an „Critters“, meist kleinen und oft seltenen Lebewesen, die sich hier zwischen 0 - 40+ m beobachten und fotografieren lassen, sowie den diversen Putzerstationen die viele Besucher anlocken. Zahlreiche Shrimp- und Krabbenarten, darunter unter anderem Harlekin-Shrimp und Dekorator-Krabben, Mimikry-Oktopus und viele zum Teil seltene Nacktschnecken lassen sich hier finden. Ergänzt werden die zahlreichen sich bietenden Fotomotive durch Muränen, Kaiserfische, Zackenbarsche, Süsslippen sowie Fledermausfische, die hier oft in großer Zahl über den Tauchern kreisen.

DROP OFF (TULAMBEN)

Tulamben’s Steilwand, die von ca. 3 m auf über 70 m abfällt und passenderweise „Drop Off“ genannt wird, ist beim letzten Ausbruch des Mt. Agung in 1963 durch austretende und erstarrende Lava entstanden und zählt zu Bali’s beliebtesten Tauchspots. Die zum Teil senkrecht in die Tiefe gehenden Felsen sind wunderschön mit Korallen und Schwämmen sowie mit bis zu 2 m großen Gorgonien bewachsen. Neben patrouillierenden Riffhaien, finden wir hier unterschiedliche Nacktschnecken, Muränen, Zackenbarsche, Büffelkopf-Papageifische, Schluckspechte und viele weitere Unterwasserbewohner. Da hier meist keine bis maximal moderate Strömungen zu erwarten sind, eignet sich dieser Tauchplatz auch wunderbar zum Schnorcheln und zum Nauchttauchgang.

Batu Belah (Tulamben)

Batu Belah ist eine Höhle, die 1963 beim letzten Ausbruch des Mt. Agung entstanden ist und aus der ständig Süsswasser ins Meer gelangt. Das führt zu einzigartigen Sehenswürdigkeiten bei Flora und Fauna. So trifft man hier beispielsweise recht häufg auf Seepferdchen, den Lila Schaukelfisch, Geisterpfeifenfische oder Rhinopias (Fransen-Drachenköpfe), wenn man nach dem Landeinstig nach links taucht. Und obwohl sich der abfallende Sandgrund von ca. 3 m auf gut über 30 m hinzieht, finden sich die meisten Lebewesen schon in Tiefen um die 15 m.

Und wer eher Riff-Tauchen mag, taucht einfach nach rechts und erlebt eine korallenreiche Wand, an der sich häufig ganze Schwärme an Jungfisch aufhalten - sowie die hungrigen Jäger. Somit sind spannende Jagdszenen nahezu garantiert.

In der Regel herrscht bei Batu Belah keine Strömung, so dass der Tauchplatz sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Taucher viel zu bieten hat. Und selbstverständlich kommen auch Fotografen und Makro-Liebhaber 100% auf ihre Kosten!    

PYRAMIDES (AMED)

Die Bucht von Jemeluk, nur wenige km von Amed entfernt, entspricht in vielerlei Hinsicht dem, was man sich vom Tauchen in tropischen Gewässern wünscht: So gut wie keine Strömung, warmes Wasser, meist sehr gute Sichtweiten um die 25 m, beeindruckende Korallen und eine unglaublich vielfältige Unterwasser-Fauna. Getaucht wird entweder an der West- oder der Ostseite, die sich beide sehr unterscheiden.
An der Westseite wurden, wo das natürliche Riff aufhört und in Sand übergeht, vor einigen Jahren künstliche Riffe in Form von Pyramiden gebaut - daher der Name des Divespots: “Pyramids”. Neben Muränen, Geisterpfeifenfischen, Rotfeuerfischen, Blaupunktrochen und vereinzelten Riffhaien sieht man hier zwischen 5 - 30+ m häufig ganze Schulen von Makrelen in sogenannten “Bait Balls” und Schildkröten über den Korallen. Und wer zwischen den einzelnen Betonblöcken, aus denen die Pyramiden bestehen, genau hinschaut, findet eine Menge Makro: Schnecken, Krabben und Shrimps, Glasfisch und sogar Pygmäen-Seepferdchen gibt es hier!

THE WALL (AMED)

Die Ostseite der Bucht von Jemeluk gilt seit den 80er Jahren als einer der Gehimtipps auf Bali. Nur wenige Meter vom Strand fällt das Riff bereits in Form einer schön bewachsenen Wand auf 20 bis weit über 50 m ab. Neben allerlei farbenfrohen Riff-Fischen und Makro treffen wir nicht selten auf große Napoleon und Büffelkopf-Papageifische sowie Riffhaie und Schildkröten. Mit etwas Glück finden wir auch winzige Pygmäen-Seepferdchen.
The Wall ist ein recht einfach zu betauchender Spot, an dem meist keine bis leichte Strömung herrscht. Hier fühlen sich Anfänger eben so wohl wie echte Profis.
Jameluk Bay ist ein Platz an dem auch Schnorchler eine Menge Freude haben werden und an dem nachts beeindruckende Tauchgänge gemacht werden können.


JAPANESE WRECK (AMED)

Nur rund 7 km östlich von Amed liegt in der Bucht auf nur 6 – 12 m Tiefe ein kleiner japanischer Stahlfrachter. Das Wrack ist sicherlich etwas weniger beeindruckend als die Liberty in Tulamben, aber nicht weniger schön und abwechslungsreich. Es ist über und über mit Weichkorallen, Schwämmen und Gorgonien bewachsen in denen sich mit etwas Glück Pygmäen-Seepferdchen finden lassen. Papageifische, Kaiserfische und zahllose bunte Korallenfische beleben das Wasser und sorgen für noch mehr bunte Farben und starke Kontraste zu dem schwarzen Vulkansand. Unterhalb des Wracks zieht sich das wunderbare Korallenriff bis in Tiefen von über 40 m und bietet zahllosen Nacktschnecken, Riff-Fischen,  Muränen, Blaupunktrochen Schutz und Nahrung. Obwohl die Bucht guten Schutz bietet und dieser Platz bei nahezu allen Konditionen betaucht werden kann, kann bei starkem Wind und Wellengang die Sicht eingeschränkt sein. Aufgrund der geringen Tiefe eignet sich das Japanese Wreck auch wunderbar für Schnorchler.

CRYSTAL BAY (NUSA PENIDA)

Direkt am südlichen Ende des Kanals zwischen den Inseln Nusa Ceningan und Nusa Penida gelegen, liegt der wohl bekannteste Tauchspot Nusa Penida’s: Crystal Bay. Der Name ist Programm: Das Wasser ist in der Regel mit Sichtweiten zwischen 20 – 50 m meist kristallklar!
Crystal Bay wird bestens mit Nährstoffen versorgt und wartet daher mit einer Vielzahl an verschiedenen Korallen und jeder Menge Fisch auf. Und auch die bei guten Konditionen betauchbare Fledermaushöhle, in der neben den Fledermäusen an der Höhlendecke oft auch Riffhaie anzutreffen sind, hat durchaus ihren Reiz. Bekannt ist dieser Ort aber vor allem für die sehr häufige Sichtung von Mondfischen (Mola Mola), die in der Zeit zwischen ca. Juli und November die Putzerstationen an den Rändern dieser Bucht in Tiefen unter 25 m aufsuchen.
Während der Mondfisch-Saison kann es vor Nusa Penida wie auch an der Ostseite Bali’s vorkommen, dass kaltes Tiefenwasser an die Oberfläche gesogen wird. Temperaturen um die 18 °C sind dann keine Seltenheit.
Obwohl Crystal Bay bei guten Konditionen auch für Anfänger geeignet sein kann, bitten wir um Verständnis dass wir von diving CANDIDASA jeden Taucher erst vorab im Wasser „getestet" haben wollen, bevor wir mit ihm dorthin fahren. Durch den Kanal und die vorgelagerte Insel könen hier starke Strömungen auftreten. Dass wir lediglich Taucher mit mindestens AOWD bzw. Deep Specialty in Tiefen jenseits der 18 m nehmen ist selbstverständlich.

MANTA POINT (NUSA PENIDA)

In dieser Bucht auf der Südseite der Insel Nusa Penida und ca. 20 km südlich von Candidasa, sammeln sich häufig bis zu 4 m große Mantas um hier Plankton zu filtern und sich putzen zu lassen. Häufig gilt daher: Je schlechter die Sicht, desto höher ist die Chance, diese sanften Riesen der Ozeane anzutreffen. An manchen Tagen kann man bis zu 40 Mantas beim Umkreisen der verschiedenen Putzerstationen beobachten und fotografieren. Während der Saison lassen sich hier an tieferen Stellen gelegentlich auch Mondfische sehen.
Aber auch hierbei handelt es sich um das offenen Meer und kein Aquarium, es kann also auch vorkommen, dass trotz Plankton kein Manta zu sehen ist! An diesen Tagen kann man aber die beeindruckende Topografie mit gigantischen Granit-Quadern erkunden und mit etwas Glück Ammenhaie sehen.
Flacher Tauchgang, in der Regel nicht tiefer als 18 m. Gelegentlich erschweren Wellen und die dadurch verursachte Dünung in der Bucht das Tauchen bzw. den Einstieg ins Boot. Eine gute Tarierung ist daher – wie bei jedem Tauchgang – von Vorteil.

SENTAL, PED, SD (NUSA PENIDA)

Diese drei Tauchplätze im Norden von Nusa Penida ähneln sich sehr in Unterwasserwelt und Topographie. Und da Tauchgänge hier auf Grund der beinahe immer zu erwartenden Strömung als Strömungstauchgänge stattfinden, entscheidet der Guide anhand der vorherrschenden Bedingungen an welchem Ort man den Tauchgang beginnt. Das Riff zieht sich hier recht steil abfallend in Tiefen von 3 – 40+ m hin und besteht zu einem großen Teil aus Hirschhornkorallen sowie einigen Steilwänden in größeren Tiefen (vor allem zwischen PED und Sental). Obwohl man neben allerlei farbenfrohen Riff-Fischen auch Schildkröten, Süßlippen, Muränen und Napoleon sehen kann, sind es die pelagischen Meeresbewohner, die den besonderen Reiz hier ausmachen: Adlerrochen, Mantas, und Haie – sowie während der Saison auch Mondfische – sind keine Seltenheit hier. Selbst ein Walhai ist uns am Tauchplatz SD schon begegnet.

TOYAPAKEH (NUSA PENIDA)

Für viele ist Toyapakeh aufgrund seiner aufregenden, abwechslungsreichen Unterwasser-Topographie sowie der beeindruckenden Flora und Fauna DER Tauchplatz schlechthin vor Nusa Penida. Verstreute Felsen unter Wasser, die wunderbar bewachsen und, Dank der Strömungen einen nie endenden Nachschub an Plankton mit sich führen, voller Leben sind. Große Schulen von Fisch, Schildkröten sowie Mondfische sind sicherlich die Highlights hier, über die man Süßlippen, Muränen, Drachenköpfe, Geistermuränen, Orang-Utan Krabben und andere Meeresbewohner schon mal vergessen kann. Unsere erfahrenen Guides entscheiden stets vor Ort, wo wir den Tauchgang beginnen, da die Strömung hier vor Nusa Penida den Ton angibt.

diving CANDIDASA -
Tauchen im Korallendreieck

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c/o Candi Beach Resort & Spa
Mendira Beach, Sengkidu
Candidasa, Karangasem
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E-mail: candidasa (at) diving.de