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Tauchen, Tauchbasen und Meer

Do, 28.05.2020

Bali, der Alltag in Zeiten von Corona


Bali, der Alltag und Tauchen in Zeiten von Corona

Auch an der wunderschönen „Insel der Götter“ ist natürlich die Pandemie nicht vorbei gegangen.
Unser Basisleiter Andreas hat für Euch einen kleinen „Erlebnisbericht“ geschrieben wie der Alltag derzeit auf Bali so aussieht:

Aufgrund vielfacher Anfrage via aller möglicher und unmöglicher Kanäle inkl. Anrufen denke ich, hier ein bisschen über uns und die generelle Situation in Bali zu schreiben ist für alle Interessierten, der bequemste Weg. Um ehrlich zu sein, dürfen die Anrufe einen großen Teil des Ruhmes für sich beanspruchen – der ein oder andere Anrufer hat schon gerne mal die die Zeitverschiebung nach Süd Ost Asien vergessen. Aus dem Tiefschlaf gerissen und mit Fragen zum Weltgeschehen konfrontiert zu werden ist immer etwas ... desorientierend.

Corona hat sich hier anfänglich nur relativ langsam eingeschlichen. Man hat es zwar wahrgenommen, zum einen natürlich durch Gäste, zum anderen durch Freunde und Familie sowie die Presse zu Hause, aber als Realität hat es sich doch erst relativ spät materialisiert. Das lag sicher auch am sehr speziellen "Umgang" der hiesigen Behörden mit dem Thema. Glücklicherweise hat die Pandemie hier nur langsam Fuß gefasst, so dass wirkliche negative Auswirkungen dadurch bislang vernachlässigt werden können.

Zeitlich war der Ausbruch natürlich denkbar ungünstig. Mit dem Beginn des Fastenmonats Ramadan vor der Tür und der damit hier in Indonesien verbundenen Reisebewegung von Millionen von Menschen zu ihren Familien, bestand natürlich eine nicht zu unterschätzende Gefahr der unkontrollierten Verbreitung. Letzten Endes hat das Government dem nach langer Diskussion einen Riegel vorgeschoben und Reisen rund um Ramadan verboten, alle Inlandsflüge und Fähren - in dem Inselreich Indonesien das mit Abstand wichtigste Transportmittel - wurden gestrichen. Allerdings wurden diese Beschränkungen nach ca. 2 Wochen, und noch vor Idul Fitri - dem Ende des Fastenmonats, zu dem traditionell alle in ihre Heimatdörfer fahren - wieder aufgehoben. Wie und ob sich dies auf die Fallzahlen im Lande auswirkt, bleibt abzuwarten.

Auswirkungen auf das tägliche Leben im privaten Bereich sind im Großen und Ganzen vernachlässigbar. Es gibt eine Maskenpflicht. Typisch für die indonesische "Gründlichkeit" gilt diese auch, wenn man alleine in einem Auto sitzt. Muss man nicht verstehen, muss man nur wissen um sich eine der berühmt-berüchtigten Diskussionen mit Polizei oder der Pecalang (eine Art Dorfpolizei) zu ersparen. Gemeinden mit einer hohen Infektionsrate werden erstaunlich schnell und rigoros abgeschottet. Potentielle Gefahren und Handlungshinweise bezüglich Hygiene als auch Menschengruppen werden permanent in breiter Front in das öffentliche Bewusstsein getragen. Wie hier allgemein üblich sind religiöse Anlässe dabei noch am schwersten vermittelbar.

Geschäfte, Warungs, Tankstellen und Restaurants sind fast alle geöffnet, wobei zubereitete Lebensmittel in den Restaurants nur als Take-Away angeboten werden.

In allen Geschäften, Restaurants stehen Wasser und Seife bereit, meist auch Desinfektionsmittel. Vor Büros (wie etwa Banken) wird am Eingang auch die Temperatur gemessen.

Knappheit jedweder Art sind - zumindest soweit - nicht aufgetreten. Man muss sich nur minimal mit den Zeiten umstellen. Allgemeiner Ladenschluss ist nun 19 Uhr, im Gegensatz zu den sonst üblichen 22 Uhr. Ganz zu schweigen von den 24h Supermärkten. Aber das ist eher eine Frage der persönlichen Organisation als eine Einschränkung, geschweige denn eine einschneidende. Bezüglich Lieferservice war Bali ja schon immer ein Paradies (wenn nach einer gepflegten Party am nächsten Morgen McDonalds für einen fettigen Burger, 4kg fettige Pommes und 2L eiskalte Cola auf der Kurzwahl liegt - unbezahlbar), was sich in der jetzigen Situation nochmal drastisch ausgeweitet hat. Vom Räucherstäbchen über Kassler, Nasi Goreng bis zu frischen Eiern kann man sich mittlerweile alles vor die Tür schippern lassen. Hoffentlich ist der Entwöhnungseffekt später nicht zu heftig, der aktuelle Zustand erzieht schon zu einer gewissen wohligen Faulheit, in der man sich zugegebenermaßen unheimlich wohl fühlen kann.

Grundsätzlich kann man sich komplett frei auf Bali bewegen. Leider mit der kleinen Einschränkung, dass Strände, Wasserfälle und andere touristische Sehenswürdigkeiten geschlossen und natürlich auch alle touristischen Aktivitäten - darunter auch Tauchen und Schnorcheln - untersagt sind. Was aktuell neben dem Hauptpunkt des fehlenden Tourismus für mich persönlich den größten Kopfschmerz darstellt. Mittlerweile würde ich ja sogar freiwillig schnorcheln um überhaupt mal ins Meer zu kommen. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit Aus- und Weiterbildung mit unserem Team durchzuführen. Oder mit Frau und Tochter, wenn wir einmal dabei sind.

Auf der anderen Seite hat das komplette Equipment einen gründlichen Service bekommen. Der Umbau des Büros ist abgeschlossen und dann gibt es ja immer noch die Poolausbildung plus einen saftigen Batzen Theorie, den man großzügig unter den Leuten verteilen kann. Der SSI Specialty Kurs "Science of Diving" ist bei Gästen als auch im Team als online Kurs sehr beliebt - und kann derzeit sogar absolut kostenlos absolviert werden: www.divessi.com/highlights/keepdiving. :)

Aktuell befinden wir uns noch im Abschluss der Planung für eine kleine Werkstatt. Ich denke, damit werden wir auch in den nächsten Tagen loslegen, indem wir uns abwechselnd die Hilfe von dem einem oder anderen Handwerker holen.

Apropos Familie: Kommunikation mit Deutschland und generell Menschen weltweit ist dank iNet ja schon lange kein Problem mehr. Und auch meine kleine Familie hier vor Ort verbringt viel Zeit mit mir in Candidasa. Die beste Frau von allen muss für ihr Unternehmen immer wieder mal ein paar Tage nach Denpasar, aber little Miss Sunshine kann ihren online Schulkram genauso gut von hier erledigen. Mit dem kleinen Nachteil, dass ich mich immer wieder verzweifelt frage, was in aller Herrgotts Namen das Cambridge Curriculum bitte in der 6. Klasse schon für Anforderungen stellt. Rausreden kann ich mich dabei leider nur bei Mandarin. Bei allem anderen muss ich mitleiden. Homeschooling for the win!

So, und nun noch der kleine Silberstreif am Horizont. Indonesien scheint die Infektionszahlen auch einigermaßen gut im Griff zu haben. Ab dem 01. Juni sollen erste touristische Aktivitäten unter recht strengen Hygieneauflagen in kleinem Rahmen wieder erlaubt sein (was ich instant dazu nutzen werde um einen ausführlichen Mimpang-Tauchgang zu machen) - allerdings erstmal nur für den indonesischen Markt.

Einige Airlines werden ab dem gleichen Datum wieder Inlandsflüge anbieten. Und unter Beobachtung und in Abhängigkeit von der generellen Entwicklung ist geplant, Bali schrittweise weiter zu öffnen. Dabei gibt es bisher leider immer wieder mal leicht widersprüchliche Infos, so dass eine tatsächliche Entwicklung nicht sicher absehbar und somit auch nicht planbar ist. Aber wir werden euch natürlich hier und den anderen üblichen Kanälen auf dem Laufenden halten. Und wer konkrete Fragen hat der schießt wie immer einfach drauf los. Ihr wisst ja alle, wo ihr uns finden könnt.

Sampai jumpa & alles erdenklich Gute vom Team vor Ort
bei diving CANDIDASA


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KAFFEE

Ja, das Gerücht stimmt! An unseren Basen in Ägypten benötigen wir eigentlich immer deutschen Filterkaffee. Wer Platz im Gepäck hat, darf uns gerne ein bis zwei Päckchen mitbringen. Die Unkosten erstatten wir selbstverständlich vor Ort.

Der Kaffee darf ruhig aus dem Supermarkt (Aldi, Lidl, Norma usw.) sein, wichtig ist nur, dass Koffein enthalten ist. Kaffee servieren wir während unserer Öffnungszeiten all unseren Gästen in unserer "Taucherentspannungsecke".

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diving el FLAMENCO
El-Quseir, Ägypten
im Flamenco Beach Resort
7 km nördlich von el Quseir

Tel.:   0020 122 11 65 152
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